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Scherbengericht ArtikelDas Scherbengericht war in der Athener Demokratie ein legales Verfahren, verdächtige Bürger aus der städtischen Gemeinschaft zu verbannen. Es kam um 570 v. Chr. auf und wurde ungefähr 100 Jahre ausgeübt.
Das Wort Scherbengericht stammt vom griechischen Wort ostrakon (οστÏ?ακον, Tonscherbe). In dem Januar eines jeden Jahres vollzog die Bürgerversammlung eine Abstimmung per Scherbengericht. Eine Verurteilung erforderte 6 Tausend Stimmen in Form von auf die Scherben geschriebenen Namen des zu Bannenden. Dieser musste 10 Jahre in das Exil gehen mit der Androhung der Todesstrafe in dem Fall der Rückkehr. Der Bürger verlor zwar das Recht, während seiner Abwesenheit an öffentlichen Angelegenheiten mitzuwirken, sein Eigentum wurde aber nicht beschlagnahmt, er konnte auch einen Verwalter zu dem Erledigen seiner Geschäfte beauftragen.
Viele bekannte Politiker der Demokratie wurden für eine gewisse Zeit durch das Scherbengericht verurteilt, und regelmäßig verabschiedete die Demokratie besondere Gesetze, um die durch das Scherbengericht Verurteilten unter bestimmten Umständen zurück zu rufen. So kehrte Aristides nach Athen zurück, als man ihn während der Perserkriege um Hilfe bat; er unterstützte den Staat bei der Schlacht von Salamis.
Durch das Scherbengericht Verurteilte:
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